Abwurfpunkt finden beim Bowling: Startposition und Ziel in 4 Schritten
Du wirfst immer von derselben Stelle – ohne genau zu wissen, warum? Die richtige Position ist schon die halbe Miete. So findest du deine Startposition, deinen Abwurfpunkt und dein Ziel und passt sie mit wenigen Würfen an.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
So findest du beim Bowling deinen Abwurfpunkt: Miss deinen Anlauf von der Foullinie aus, um deine Startposition zu finden, such das Brett, auf dem deine Kugel aufsetzt (dein Abwurfpunkt), ziele auf einen Pfeil statt auf die Pins und korrigiere mit der 2-zu-1-Regel: Füße 2 Bretter, Ziel 1 Brett, in die Richtung, in die die Kugel gelaufen ist. Notiere dir deine Werte – sie helfen dir bei jedem Spiel.
Die 4 Bezugspunkte eines Wurfs
Eine Bahn hat 39 Bretter, die für Rechtshänder von rechts nach links nummeriert werden (für Linkshänder von links nach rechts). Wenn es um deine Position geht, wird alles in Brettern gemessen. Vier Bezugspunkte reichen:
- Die Startposition: das Brett, auf das du vor dem Anlauf deinen Gleitfuß stellst – abzulesen an den Punkten auf dem Anlauf.
- Das Gleitbrett: das Brett, auf dem dein Fuß beim letzten Schritt kurz vor der Foullinie gleitet.
- Der Abwurfpunkt: das Brett, auf dem die Kugel direkt hinter der Foullinie auf der Bahn aufsetzt.
- Das Ziel: der Pfeil, den du anvisierst, etwa 4,5 m hinter der Foullinie.
Diese vier Punkte ergeben deine Linie. Ändert sich einer davon von Wurf zu Wurf, läuft die Kugel nie zweimal gleich.
Schritt 1: deine Startposition finden
Deine Startposition hängt von der Länge deines Anlaufs ab. Um sie zu messen, musst du nicht einmal werfen:
- Stell dich mit dem Rücken zu den Pins, die Fersen etwa zehn Zentimeter vor der Foullinie.
- Geh deinen Anlauf rückwärts: 4 normale Schritte plus ein halber Schritt für das Gleiten.
- Dreh dich um: Hier ist dein Startabstand. Merk dir die Punktreihe, die deinen Füßen am nächsten liegt.
- Wähle dann dein Brett: Stell deinen Gleitfuß (den linken bei Rechtshändern) auf einen Punkt, den du dir leicht merken kannst, und justiere mit den nächsten Schritten nach.
Die Punkte auf dem Anlauf liegen immer auf denselben Brettern: 3, 5, 8, 11 und 14, dann 20 in der Mitte, und genauso auf der anderen Seite. So nimmst du bei jedem Wurf exakt dieselbe Position ein – sogar in jeder Bowlinghalle.
⚠️ Du trittst über die Foullinie?
Setz deinen Start einen halben Schritt zurück, statt kürzere Schritte zu machen. Ein Wurf mit Übertritt zählt nicht – die Bowling Regeln sind da streng.
Schritt 2: deinen Abwurfpunkt finden
Die Kugel startet nicht an deinem Fuß: Deine Hand ist neben deinem Körper, deshalb setzt die Kugel ein paar Bretter weiter außen auf als dein Gleitfuß. Bei den meisten Spielern beträgt der Abstand 4 bis 8 Bretter – bei Rechtshändern rechts vom Fuß.
Um deinen Abstand zu kennen, wirf drei Kugeln, bleib in deiner Endposition stehen und schau, auf welchem Brett dein Gleitfuß steht. Bitte jemanden, zu beobachten, wo die Kugel direkt hinter der Foullinie aufsetzt. Auf vielen Bahnen helfen kleine Punkte etwa 2 m hinter der Linie, das Brett abzulesen.
Dein Abwurfpunkt sollte bei jedem Wurf gleich bleiben. Schwankt er, schau zuerst auf deinen Anlauf: Ein Anlauf, der abdriftet, verschiebt alles andere – mehr dazu bei den Anfängerfehlern beim Bowling.
💡 Tief und sauber ablegen
Die Kugel sollte direkt hinter der Foullinie auf Höhe deines Knöchels auf die Bahn gelegt werden. Springt sie auf, stimmt dein Abwurfpunkt nicht – und er ändert sich bei jedem Wurf.
Schritt 3: deinen Zielpfeil wählen
Die Pins stehen 18 m entfernt, die Pfeile nur etwa 4,5 m: Ziele also auf einen Pfeil. Sie liegen auf den Brettern 5, 10, 15 und 20 (in der Mitte) und genauso auf der anderen Seite. Kennst du deinen Abwurfpunkt, musst du nur noch beide verbinden: Die Kugel läuft über deinen Abwurfpunkt, dann über deinen Pfeil und weiter geradeaus in die Pocket zwischen Pin 1 und 3.
Für deinen ersten Versuch kannst du von diesen Werten ausgehen (Rechtshänder):
| Dein Wurf | Gleitfuß beim Start | Zielpfeil |
|---|---|---|
| Gerade Kugel | Etwa am Punkt auf Brett 14 | 2. Pfeil (Brett 10) |
| Kugel mit etwas Effet | In der Mitte (Brett 20) | 2. Pfeil (Brett 10) |
| Linkshänder | Dieselben Werte, von links gezählt | 2. Pfeil von links |
Das sind nur Startwerte: Jeder Spieler hat einen anderen Pendelschwung und einen anderen Abwurfpunkt. Unsere 12 Bowling Tipps für Anfänger gehen noch einmal auf Zielen und Abwurf ein.
Schritt 4: nachjustieren mit der 2-zu-1-Regel
Wirf drei Kugeln, ohne etwas zu ändern, und schau, wo sie ankommen. Landen alle auf derselben Seite der Pocket, korrigiere nicht, indem du mit den Augen woanders hinzielst: Verschiebe deine Linie.
- Die Kugel landet links der Pocket (Rechtshänder): Geh mit den Füßen 2 Bretter nach links und mit dem Ziel 1 Brett nach links.
- Die Kugel landet rechts der Pocket: Füße 2 Bretter nach rechts, Ziel 1 Brett nach rechts.
Merk es dir so: Du gehst in die Richtung, in die die Kugel gelaufen ist. Diese kleine Änderung verändert den Winkel deiner Linie; bei einer geraden Kugel verschiebt sie den Treffpunkt an den Pins um etwa 2 Bretter.
Dieselbe Regel hilft, wenn sich die Bahn während des Spiels verändert, weil sich das Öl verschiebt: Unser Ratgeber zum Ölbild erklärt, warum. Für die Restpins gilt eine andere Logik – du spielst quer über die Bahn, wie in unserem Ratgeber zum Spare beim Bowling.
Die schnelle Diagnose
Was du auf der Bahn siehst, verrät dir, was du ändern musst:
| Was du beobachtest | Wahrscheinliche Ursache | Was du tun solltest |
|---|---|---|
| Die Kugel landet links der Pocket | Deine Linie zieht zu weit nach links | Füße 2 Bretter nach links, Pfeil 1 Brett nach links |
| Die Kugel landet rechts der Pocket | Deine Linie bleibt zu weit rechts | Füße 2 Bretter nach rechts, Pfeil 1 Brett nach rechts |
| Du trittst über die Foullinie | Start zu nah | Einen halben Schritt zurück |
| Du bleibst weit vor der Linie stehen | Start zu weit hinten | Einen halben Schritt nach vorn |
| Dein Fuß endet nicht auf deinem Startbrett | Anlauf driftet ab | Gerade auf dein Ziel zugehen |
| Die Kugel läuft nicht über deinen Pfeil | Blick auf die Pins oder unregelmäßiger Abwurf | Den Blick bis zum Abwurf auf dem Pfeil lassen |
| Deine Werte passen am Ende des Spiels nicht mehr | Das Öl hat sich verschoben | 2-zu-1-Regel in die Richtung anwenden, in die die Kugel läuft |
💡 Notiere deine Werte
Auf dem Handy: Startposition, Gleitbrett, Abwurfpunkt und Pfeil. Beim nächsten Mal startest du direkt mit den richtigen Werten und justierst nur noch nach.
Häufige Fragen
Wo stellt man sich beim Bowling als Anfänger hin?
Miss deinen Anlauf, indem du von der Foullinie aus rückwärts gehst: 4 ½ Schritte. Stell deinen Gleitfuß dann bei einer geraden Kugel etwa auf Brett 14, mit etwas Effet in die Mitte, und ziele auf den 2. Pfeil. Justiere anschließend mit der 2-zu-1-Regel nach.
Was ist der Abwurfpunkt beim Bowling?
Das Brett, auf dem die Kugel direkt hinter der Foullinie auf der Bahn aufsetzt. Er liegt meist 4 bis 8 Bretter weiter außen als dein Gleitfuß – je nachdem, wie dein Arm neben dem Körper schwingt.
Zielt man beim Bowling auf die Pins oder auf die Pfeile?
Auf die Pfeile. Sie sind etwa 4,5 m entfernt, die Pins 18 m: Ein viermal näheres Ziel triffst du viel genauer.
Wie viele Schritte hat der Anlauf beim Bowling?
Die meisten Spieler machen 4 Schritte plus ein Gleiten, manche 5. Wichtig ist, immer gleich viele Schritte vom selben Startpunkt aus zu machen.
Was bedeutet die 2-zu-1-Regel beim Bowling?
Verfehlt die Kugel die Pocket immer auf derselben Seite, gehst du mit den Füßen 2 Bretter und mit dem Ziel 1 Brett in die Richtung, in die die Kugel gelaufen ist. Deine Linie bekommt einen neuen Winkel und trifft wieder die Pocket.
Bereit, deine Linie zu finden?
Eine Kugel mit dem richtigen Gewicht und Schuhe, die gut gleiten: So werden deine Bezugspunkte endlich zuverlässig.
Einsteigerkugeln ansehenSchuhe ansehen
Hinterlassen Sie einen Kommentar